Review – Floating

Hallo meine Lieben,

am Sonntag war ich mit meinem Mann floaten und habe via Twitter gefragt, ob ihr eine kleine Review lesen wollt. Nun bekommt ihr sie! Bitte beachtet, dass alle Bilder mit der Handykamera geschossen wurden, bitte erwartet keine qualitativ überragende Bilder.

Was ist Floating?
Floating ist ein Entspannungsverfahren, bei dem man in konzentriertem Salzwasser schwerelos an der Wasseröberfläche “schwebt”.Man strebt eine psychische und mentale Tiefenentspannung an. Manche Menschen schlafen sogar dabei ein. In einem Doppeltank sind 1200 Liter Wasser und 600 kg Salz (Magnesiumsulfat-ein Bittersalz) und exakt 34,8 Grad Wassertemperatur, was der Körperaußentemperatur entspricht. Damit soll erreicht werden, dass man weder friert noch einem zu warm ist.

Wir waren in einem Doppeltank, welche direkt am Eingang eine Dusche hatte, in der man sich komplett abduschen sollte. Außerdem geht man völlig unbekleidet in den Tank und cremt kleinere Kratzer oder Verletzungen mit Vaseline ein, damit man keinerlei äußeren Reizen ausgesetzt ist.

Der Tank sieht völlig unspektakulär aus, was auch daran liegt, dass man in völliger Dunkelheit darin liegen wird. Sobald sich ausserhalb des Tankes niemand mehr bewegt, geht überall das Licht aus. Eigentlich sollte man keinerlei Geräusche mehr im Tank hören, doch teilweise hörte man noch ein paar wenige von “nebenan”. Es obliegt einem frei Ohrenstöpsel zu verwenden, sie werden einem gratis zur Verfügung gestellt. Ich habe Sie benutzt, denn man liegt im besten Fall eine Stunde mit den Ohren unter Wasser. Man kann definitiv NICHT untergehen, auch wenn das Unterbewusstsein meint der Kopf könnte unter Wasser gehen, bei völliger Muskelentspannung, dem ist nicht so. Man sollte sich auch so gut es geht im Nacken entspannen und dem “Floaten” völlig vertrauen, sonst bekommt man ganz schnell Nackenschmerzen.

Wer darf nicht Floaten?
– Personen, die akut krank sind (Hustenreiz, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Magenvirus etc.)
– Personen, mit starken Hautverletzungen oder ansteckenden Hautkrankheiten (tiefe Schnittwunden, Hautabschürfungen nach einem Unfall etc.)
– Personen, die eine Alkohol oder Drogensucht haben
– Personen, die nicht alleine aus dem Wasser steigen können

Das sind nur ein paar Beispiele, weiteres erfahrt ihr direkt vor Ort oder am Telefon.

Wenn die richtige Entspannungtiefe erreicht wurde, sollte die Zeit wie im Schlaf vorübergegangen sein.Nach Ablauf der Zeit, geht eine Pumpe an und man wird, sollte man eingeschlafen sein, von einem leichten Wasserstrahl geweckt. Danach stehen einem evtl. Duschgel und Shampoo zur Verfügung, außerdem Handtücher und ein Haartrockner.

Mein Fazit:
Für mich war das wohl die längste Stunde meines Lebens. Ich hatte starke Probleme mich zu entspannen und schaffte es vor lauter Kopfkino absolut nicht runter zu kommen. Egal wie sehr ich mich anstrengte, es wollte nicht funktionieren. Das Problem lag wohl auch daran, dass wir den Termin Sonntags um 12 Uhr hatten und ich absolut ausgeschlafen war, ausserdem wohnen wir direkt an einer Hauptstrasse und haben somit immer eine gewisse Geräuschkulisse. In dem Tank war es bis auf ein paar wenige Geräusche absolut still. Nach gefühlten 4 Stunden, aber wohl eher 40 Minuten taten mir etwas meine Beine weh, zuerst habe ich sie garnicht gespürt, aber da sie die ganze Zeit komplett ausgestreckt waren (was ja eigentlich-zumindest bei mir-kein Normalzustand ist), war das nach einer gewissen Zeit einfach unangenehm. Interessant war, dass man tatsächlich keinerlei Temperatur gespürt hatte, es war einfach angenehm neutral, was ich so bisher noch nicht gekannt hatte. Wie sagte mein Mann: “Es war interessant, es mal gemacht zu haben, aber nochmal muss ich nicht.” Oder zumindest so ähnlich. Die Erfahrung war es wert, aber wiederholen muss ich das ganze nicht nochmal. Und genauso, gebe ich das ganze weiter: Probiert es aus, am besten abends und wenn ihr gestresst seit und einfach mal nichts tun wollt! Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es dem ein oder anderem gelingt sich absolut hinzugeben und völlig entspannt die Floatingwanne wieder verlässt!

Edit: Floaten kann man in “Floatinganlagen” oder auch in Wellnessoasen. Kostenpunkt im Doppeltank: 99 Euro.

Folge:

4 Kommentare

  1. shalely
    Autor
    16. Februar 2013 / 0:27

    Also ich kann mich da nur anschließen. Da hätte ich bestimmt auch Probleme mich zu entspannen. Keine Ahnung ob ich das überhaupt eine Stunde lang im Dunkeln in diesem Tank aushalten würde. Habe etwas Probleme mit Platzangst.
    Davon mal abgesehen, dass ich schon nach 20 Minuten auf einer Sonnenbank hibbelig werde. Ausprobieren würde ich sowas aber schon mal gerne. Muss sich ziemlich cool anfühlen, so schwerelos im Wasser.

  2. Sarah
    Autor
    15. Februar 2013 / 17:39

    Wenn man abens richtig müde von der Arbeit ist, könnte ich mir das echt toll vorstellen.
    Aber sag mal, du hast gar nichts über die Kosten geschrieben, was kostet sowas denn und wo überall wird sowas angeboten, gibts da extra Float"thermen" oder so?

    LG

  3. Mrs. Mohntag
    Autor
    15. Februar 2013 / 11:58

    Ein wirklich interessanter Bericht! Ich war zwar noch nie floate, hätte aber wahrschienlich die gleichen Probleme wie du. Eine Stunde mal nichts zu machen kann ich mir schon gut vorstellen, solange man dabei massiert wird und relaxte Musik spielt, aber in kompletter Dunkelheit und Stille? Neee… nix für mich 😀

  4. Cupcake
    Autor
    15. Februar 2013 / 9:54

    wir haben das auch mal gemacht, als wir einem kurzen Wellnessurlaub waren und ich muss sagen, dass es mir vollkommen gleich ging. Abgesehen davon, dass wir dann auch noch die halbe Zeit rumgeblödelt haben, weil wir einfach überhaupt nicht abschalten konnten. Eine Erfahrung ist es vielleicht wert, aber nochmal würd ich es persönlich auch nicht machen.

    Toll, dass du darüber einen Bericht verfasst hast!

    Liebste Grüße

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