[WORKINGMUM] Kindergartenkrise

Working Mum – Die Kindergartenkrise

Kindergartenkrise

Sie sagten es bereits. Am Anfang wird es einfach und dann kommt die Wende. Ja, was soll ich sagen, schauen wir mal! Ich glaubte ja nicht daran! Dann kam sie, die quälende Zeit. Der Beginn war einfach, wir hatten eine tolle Betreuerin, dort hat sich P. besonders wohl gefühlt. Nach der Eingewöhnung hatten wir am Morgen nie Probleme und ich konnte ziemlich gelassen auf die Arbeit gehen. Dann kam der Wechsel aus der Nestgruppe in die „große“ Gruppe. Zu Beginn war alles neu und aufregend, aber dann: 24 mehr oder weniger neue Kinder und alle älter als sie…

Ich arbeite auswärts 3 mal die Woche. 3 mal die Woche muss ich mich darauf verlassen, dass P. gut im Kindergarten ankommt, da ich selbst viel früher unterwegs sein muss. Mein Mann und meine Schwiegermutter bringen sie in der Regel abwechselnd und ich hole sie Mittags wieder ab. 3 mal die Woche, an denen ich nicht innerhalb 10 Minuten da sein kann, wenn etwas passiert ist. 3 mal die Woche, an denen mich ein Gefühl der Hilflosigkeit packt. Loslassen ist hier das richtige Stichwort und Vertrauen und tiefes Durchatmen.

Wir steckten drin – mitten in der Kindergartenkrise

O-Ton Morgens 5:30 Uhr „Mama ich bin krank, ich kann nicht in den Kindergarten..“ „Wenn man krank ist, darf man nicht in den Kindergarten, das weißt du doch Mama“ „Mama, ich komme mit dir auf die Arbeit.“

Dort angekommen nahm die Krise ihren Lauf, sie weinte und haute und schreite. Wo ist mein Kind? Wer hat mein Kind ausgetauscht? Es wurden Gespräche geführt und diskutiert, es ist nie etwas Grundlegendes vorgefallen. Es sei normal und man solle sich so schnell wie möglich verabschieden und verschwinden. Eine der härtesten Dinge, die ich bisher machen musste. Am Anfang habe ich mich strikt geweigert und verbrachte so 45 Minuten im Verabschiedungsmodus, war kurz davor sie wieder mit nach Hause zu nehmen, und das Ende vom Lied? Ob 5 Minuten oder 45 – es machte keinen Unterschied. Wir mussten da durch, wir beide gemeinsam und doch gleichzeitig getrennt. Ich musste es probieren und ging so schnell es möglich war an den zwei Tagen, an denen ich Zuhause arbeite. Rannte nach draußen, selbst den Tränen nahe. Den ganzen Tag über konnte ich keine klaren Gedanken fassen, die Zeit verging unglaublich langsam und ich wollte nur eines: Sie wieder abholen!

Weniger als 3 Tage hat es gedauert und P. ging plötzlich wieder wie selbstverständlich in den Kindergarten ohne Geweine, Gemecker oder sonstigen Anstalten. Wie ausgewechselt!

Wo war das Problem? Ich werde es wohl nie erfahren..

Mittlerweile habe ich wieder ein Kind, welches glücklich und zufrieden in den Kindergarten geht. Mittlerweile bin ich selbst wieder ausgeglichener, glücklicher, mit mehr Konzentration und Elan unterwegs. Arbeiten und Kinder – zwei Dinge, die oft nicht richtig zusammenpassen wollen.

Manchmal lösen sich Probleme einfach mit der Zeit. Kinder brauchen Zeit.

Lisa schreibt seit Mai 2011 auf Lovelycatification.de über die Themen Beauty, Lifestyle und Food! Ihre Leser bekommen hier wertvolle Tipps und Tricks zu allen Beautythemen und interessante Informationen zum aktuellen Healthy Food Trend. Alle Beiträge werden mit viel Liebe, Hingabe und Ehrlichkeit geschrieben.

Folge:

7 Kommentare

  1. 12. November 2015 / 23:02

    Ich habe zwar selbst noch kein Kind, aber das wird sich in ein paar Jahren auch ergeben. Also steht mir die ganze Problematik noch bevor.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schwierig diese Zeit sein kann und wie schlimm es für dich und auch für sie ist. Man muss da wirklich diszpliniert sein, obwohl es einem selbst sehr wehtun kann. Ich wüsste aktuell nicht ob ich das selbst schaffen würde.
    Ich finde es trotzdem toll, dass sich zum Glück alles wieder eingespielt hat. Hoffentlich kommt das in diesem Ausmaß nicht mehr bei dir vor.
    Liebe Grüße
    Geri :*

    • lovelycatification
      Autor
      13. November 2015 / 8:19

      Danke für deinen lieben Kommentar! Ich hoffe auch sehr, dass das nicht mehr so extrem werden wird. Bin gespannt was du dann so berichtest. :))

  2. 12. November 2015 / 12:56

    Das hört sich wirklich nach einer schwierigen Phase für euch alle an! Du hattest mir ja erzählt, dass du mit dem Gedanken spielst nochmal Elternzeit zu nehmen. Umso mehr freut es mich, dass es sich nun wieder eingespielt hat und sie wieder glücklich in den Kindergarten geht 🙂

    • lovelycatification
      Autor
      12. November 2015 / 12:58

      Ja die war es! Natuerlich sind wir auch jetzt nicht geschuetzt davor, dass diese Phase nochmal wiederbelebt wird, aber wir unterstuetzen P. So gut es eben geht. 🙂 danke für deinen Kommentar 🙂

  3. 12. November 2015 / 9:43

    Wie als ist deine Maus nochmal? Wir haben so eine Phase gerade hinter uns (kurz vorm 5 Geburtstag). Gut, ohne Hauen, aber dafür viel Weinen. Nicht nur wegen dem Kindergarten, Plötzlich kann sie sich die Schuhe nicht mehr alleine anziehen, die Jacke hat zu lange Ärmel, die Haarspange zwickt oder sie weint einfach weil sie nicht aufhören kann zu weinen. Nach einer Weile war es wieder vorbei und alles ist wieder im Lot. Höre es von Freunden auch oft (alle “Betroffenen” sind 4).

    • lovelycatification
      Autor
      12. November 2015 / 10:02

      Sie wird im April 4 Jahre und es war so herzzerreissend. Ich dachte wirklich daran nochmal Elternzeit zu nehmen und sie nur wenige Stunden dort zu lassen. Ich bin so froh, dass es jetzt wieder alles gut ist. Danke für dein Kommentar 🙂

      • 12. November 2015 / 10:15

        Ja, ich kam damit auch nur ganz schwer zurecht. Die Jungs die ich kenne schreien und schlagen in der Phase mehr als das sie weinen. Da würde es mir leichter fallen “durchzugreifen”. Aber ein weinendes kleines Mädchen?! 🙁

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