Warum Fitness für Mamas nicht an Motivation scheitert, sondern am Nervensystem

Sanftes Stretching im luxuriösen Wohnzimmer mit Lichterketten, Pflanzen und Edelsteinen.

Du stehst im Bad.
Zahnbürste im Mund.
Du willst dich bücken, um etwas aufzuheben.
Und dein Körper sagt einfach: nein.
Kein Drama. Kein Schmerz.
Nur dieses schwere, müde Nein.
Und du denkst: „Was ist eigentlich los mit mir?“

Und dann kommt dieser Gedanke.
„Ich wollte mich doch heute noch bewegen.“

Puh.

Nicht weil du keine Lust hast.
Sondern weil dein Körper einfach… nein sagt.

Und irgendwo im Hinterkopf hörst du diese Stimme:
„Du brauchst einfach mehr Motivation.“

Im Ernst.
Wie nervig.

Ich sag’s dir ehrlich:
Wenn Fitness bei Mamas scheitert, dann nicht, weil wir faul sind.
Sondern weil unser Nervensystem komplett am Anschlag läuft.

Und das ist so krass, weil uns das jahrelang niemand erklärt hat.


Warum Fitness Motivation bei Mamas oft gar keine Chance hat

Was im Körper passiert, ganz einfach erklärt

Dein Nervensystem kennt zwei Hauptzustände:

  • Sicherheit
  • Überleben

Und rate mal, wo die meisten Mamas die meiste Zeit hängen.

Zwischen Brotdosen, Termine merken, emotional auffangen, nachts wachliegen, funktionieren, funktionieren, funktionieren.

Dein Körper denkt nicht:
„Oh, jetzt wäre Sport eine gute Idee.“

Dein Körper denkt:
„Wir müssen durchhalten.“

Und wenn das Nervensystem im Dauerstress ist, dann fühlt sich Bewegung nicht wie Energie an, sondern wie zusätzlicher Druck.

Eigentlich unglaublich, oder?

Wie das im Mama-Alltag aussieht

  • Du hast dir fest vorgenommen, heute was zu machen, und bist abends trotzdem komplett leer.
  • Selbst Yoga fühlt sich anstrengend an.
  • Du denkst ständig, du müsstest „mehr machen“, aber dein Körper will nur liegen.
  • Du hast ein schlechtes Gewissen, weil andere das ja auch schaffen.

Und genau da entsteht dieser fiese Kreislauf:
keine Energie → kein Sport → schlechtes Gewissen → noch mehr Stress.

Absoluter Game Changer ist zu verstehen:
Nicht Motivation fehlt.
Sondern Regulation.


Kleine Ziele, aber nicht so, wie du denkst

Vergiss bitte:
„Ich muss wieder regelmäßig trainieren.“

Das setzt dein Nervensystem sofort unter Druck.

Besser:
„Was tut meinem Körper heute gut?“

Und manchmal sind das:

  • 5 Minuten Dehnen
  • ein Spaziergang
  • 3 tiefe Atemzüge auf dem Küchenboden

Im Ernst, das zählt.

Ich hab Phasen, da ist mein einziges „Workout“:
Trampolin.
5 Minuten.
Ohne Ziel.
Ohne Plan.

Und mein Körper ist danach ruhiger.
Nicht fitter.
Ruhiger.

Das ist der Punkt.


Visualisierung, aber bitte ohne Pinterest-Kitsch

Ich visualisiere mir keinen Traumkörper.
Wie anstrengend wäre das bitte.

Ich visualisiere mir:

  • Wie ich mich nachher fühlen will
  • Warm
  • Durchatmen
  • Klarer Kopf

Manchmal sitze ich vor einer Bewegungseinheit da und denke:
„Okay, danach will ich nicht aufgewühlt sein.“

Und wenn ich merke, dass mich etwas hochzieht statt runterbringt, dann lasse ich es.

Im Ernst.
Das war für mich ein absoluter Game Changer.


Trainingspartner, aber nicht als Druckmaschine

Ein Trainingspartner ist kein Antreiber.

Ein guter Trainingspartner ist:

  • jemand, der nicht bewertet
  • jemand, der mit dir langsam ist
  • jemand, der auch absagt, ohne Drama

Ich hatte Phasen, da war mein „Trainingspartner“ einfach eine feste Uhrzeit.
Jeden Tag kurz raus.
Ohne Strecke.
Ohne App.

Co Regulation statt Wettbewerb.

Wie nervig ist bitte dieser Vergleichsmodus sonst.


Abwechslung im Training, aber nervensystemfreundlich

Früher dachte ich:
Abwechslung = härter, schneller, mehr.

Heute weiß ich:
Mein Körper liebt Wiederholung.

Gleiche Uhrzeit.
Gleiche Musik.
Gleiche Bewegungen.

Das signalisiert Sicherheit.

Wenn ich ständig neue Workouts teste, neue Challenges starte, neue Ziele setze, dann ist mein Nervensystem sofort im Alarmmodus.

Anstrengend.

Langsamer Spaziergang an Waldrand mit Lichterketten, Pflanzen und Edelsteinen.

Belohnung, aber nicht als Selbstverarsche

Belohnung ist für mich nicht:
Pizza oder Cheat Day.

Belohnung ist:

  • früher ins Bett
  • Wärmflasche
  • nichts mehr leisten müssen

Das ist so krass, wie sehr sich unser Körper eigentlich nach Ruhe sehnt.


Fortschritt messen, ohne sich selbst fertig zu machen

Ich nutze Technik.
Aber nicht als Richter.

OURA Ring – schon 5 Jahre und nie wieder ohne (hier)

Ich schaue mir:

  • Schlaf
  • Erholung
  • Belastung
  • Zyklus
  • Tagesform
  • uvm.

Nicht um mich zu optimieren, sondern um zu verstehen:
„Ah okay, kein Wunder, dass heute nichts geht.“

Das nimmt Druck raus.

Renpho Körperfettwaage (hier)

Ich nutze sie nicht täglich.
Und ganz sicher nicht emotional.

Ich schaue Trends an.
Nicht einzelne Zahlen.

Wenn Zahlen dich stressen, lass sie weg.
Im Ernst.


Warum ein Fitness Journal für Mamas anders aussehen muss (hier)

Mein Fitness Journal ist kein Leistungsprotokoll.

Es ist eher ein Nervensystem Tagebuch.

Ich schreibe rein:

  • Wie habe ich mich vorher gefühlt
  • Wie danach
  • Was war zu viel
  • Was war angenehm

Manchmal steht da nur:
„Heute ging nichts. War okay.“

Und das ist eigentlich unglaublich befreiend.

Mein 6 Wochen Fitness Tagebuch ist genau daraus entstanden.
Nicht aus Ehrgeiz.
Sondern aus Beobachtung.


Pausen sind kein Rückschritt

Ich sag’s dir ehrlich:
Ich habe früher Pausen als Versagen gesehen.

Heute weiß ich:
Pausen sind Training für dein Nervensystem.

Ein Körper, der nie pausiert, kann keine Energie aufbauen.

Mindestens ein kompletter Pausentag pro Woche ist kein Luxus.
Sondern notwendig.


Dranbleiben, ohne dich selbst zu überfahren

Wenn es schwierig wird:
Nicht mehr Druck.
Sondern weniger Reiz.

Frag dich nicht:
„Warum kriege ich das nicht hin?“

Sondern:
„Was ist gerade zu viel?“

Das verändert alles.


Q&A: Die echten Mama-Fragen

„Warum bin ich nach Sport oft noch müder?“
Weil dein Nervensystem nicht reguliert ist. Dann wirkt Bewegung wie zusätzlicher Stress.

„Soll ich mich trotzdem überwinden?“
Manchmal ja, aber nur sanft. Zwang verschlimmert es.

„Wie oft sollte ich trainieren?“
So oft, dass du dich danach besser fühlst. Punkt.

„Zählt Spazierengehen wirklich?“
Ja. Absolut. Mehr als vieles andere.

„Ist Technik sinnvoll oder stresst sie nur?“
Kommt drauf an, wie du sie nutzt. Beobachten, nicht bewerten.


Fazit

Du bist nicht undiszipliniert.
Du bist nicht faul.
Du bist nicht kaputt.

Dein Körper ist einfach müde vom Dauerfunktionieren.

Fitness darf sich wieder sicher anfühlen.
Leise.
Langsam.
Ohne Druck.

Und wenn du heute nur gelesen hast und nichts gemacht hast:
Auch das ist okay.

Weiterlesen:
👉 Chronische Müdigkeit durch Cortisol: Warum du so erschöpft bist, obwohl du alles richtig machst

👉 Ständig müde? Das verrät dein Stoffwechsel über dein Nervensystem

Und jetzt ehrlich:
Leg das Handy weg.
Atme einmal tief durch.
Mehr brauchst du heute nicht.

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