Ist Kalorien zÀhlen sinnvoll?

Hast du dich schon einmal gefragt, ob Kalorien zählen sinnvoll ist oder ob du dich damit bei deinem Vorhaben Ab-oder Zuzunehmen vielleicht zu sehr unter Druck setzt? Der Gedanke dahinter ist klar, wenn du weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrauchst nimmst du automatisch ab. Doch wie der tägliche Kalorienverbrauch tatsächlich ist, ist so individuell und (Spoiler) ein Kalorienrechner aus dem Internet wird dir niemals deinen exakten Kalorienverbrauch vorhersagen können.

Kalorien zählen

Kalorien zählen ist ungenau

Das Hauptproblem ist, dass Kalorien zählen ungenau ist. Je nach Quelle hat beispielsweise Brokkoli unterschiedliche Kalorien. Was erschwerend hinzukommt ist, dass jeder Mensch Kalorien individuell verbrennt. Das liegt an der Zusammensetzung der Darmbakterien und es kommt darauf an, was du isst. Wenn du deine tägliche Kalorienzahl trackst, musst du immer eine Differenz von 10-20% nach oben oder unten beachten. Wenn du 1.500 kcal am Tag zu dir nehmen möchtest um abzunehmen, du aber 10-20% nach oben oder unten schraubst, passiert also folgendes: Entweder du isst viel zu wenig, was sich absolut negativ auf deinen Stoffwechsel auswirkt. Oder aber du isst eventuell zu viel für dein Ziel, nimmst nicht ab und bist frustriert, weil sich die ganze Mühe nicht lohnt.

Wieso ich aber trotzdem ein Fan von kurzzeitigem Kalorien tracken bin!

Jetzt fragst du dich vielleicht, weshalb ich aber trotzdem ein Fan davon bin, Kalorien kurzzeitig zu tracken? Die Antwort ist simpel: Weil man so ein Verständnis dafür bekommt, welche ungefähren Kalorien welches Lebensmittel hat und wie die Nährstoffzusammensetzung des gegessenen Lebensmittel ist. Du wirst erstaunt sein, wie wenige oder viele Kalorien ein von dir häufig gegessenes Lebensmittel hat. So lernst du mehr über deine Lebensmittel und findest schnell heraus welche Lebensmittel vielleicht doch nicht regelmäßig einen Platz in deiner Ernährung haben sollten.

Kalorien zählen

4 weitere Gründe gegen ein dauerhaftes Kalorien zählen

Es ist sehr aufwendig!

Du musst alles genau abwiegen und jedes Löffelchen Öl oder Honig mit in deine Berechnung aufnehmen. Du kannst also unterwegs häufig nur schätzen. Das führt dann schnell zu ungenauen Ergebnissen. Zusätzlich nimmt es sehr viel Zeit in Anspruch und kann auf Dauer sehr stressig sein. Es kann sogar die Familienharmonie stören und deine Lebenslust mildern.

Du lässt deine Nährwerte außer Acht!

Viel wichtiger als Kalorien sind die Nährwerte, denn du kannst deinen Ernährungsplan schmücken mit vielen ungesunden Lebensmittel und auf die selbe Kalorienbilanz kommen wir mit gesunden Lebensmittel. So nimmst du vielleicht auch ab, wenn du zufällig dauerhafte in deinem individuellen Defizit bist. Aber gibst du deinem Körper dann das was er braucht: ausreichend Nährstoffe? Für nachhaltige Gesundheit und auch nachhaltiges Abnehmen und Zunehmen benötigst du genau das. Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe! Denn ohne diese funktioniert dein Stoffwechsel nicht ordentlich und dein Abnehm-oder Zunehmprojekt wird auf Dauer scheitern.

Beachtest du dein Zyklus und die Jahreszeiten?

Wusstest du, dass sich dein Kalorienverbrauch ständig ändert? Man sagt sogar, dass der Mondzyklus einen Einfluss darauf nimmt, wie stark wir Kalorien aufnehmen und verbrauchen. Im Sommer bist du sicher aktiver als im Winter oder? Wenn du eine Frau bist, spielt auch dein Zyklus eine große Rolle, denn wenn du deine Menstruation hast verbrennst du zwischen 100 und 300 kcal mehr. Das bedeutet du benötigst viel mehr Mineralstoffe, da du diese durch das Blut verlierst. Schon nach dem Eisprung erhöht sich dein Grundumsatz und du verbrennst mehr Kalorien, sogar schon im Ruhezustand.

Lerne deinen Körper kennen und vertraue wieder deiner Intuition statt Kalorien zu zählen

Leider haben viele verlernt auf den eigenen Körper zu hören, dabei ist es gar nicht so schwer das Gefühl für den eigenen Körper wieder zu erlangen. Wenn du unter Heißhunger leidest, dann weil dir beispielsweite ein ganz bestimmtes Vitamin, Spurenelement oder Mineralstoff fehlt. In diesem Beitrag habe ich eine Heißhunger-Liste für dich, damit du genau weißt, was du essen musst, damit der Heißhunger endlich aufhört. Wenn du aber eher zu Stressessen neigst, dann lese dir unbedingt diesen Beitrag durch. Denn häufig liegt es ach an fehlenden Vitalstoffen, was deinen Körper stresst und du deshalb auch leichter in Stresssituationen gerätst.

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Trackst du Kalorien?

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7 Kommentare

  1. Hana
    15. MĂ€rz 2022 / 17:45

    Dass sich zuwenig Kalorien negativ auf den Stoffwechsel auswirken, ist ein Mythos (die berĂŒhmte LĂŒge vom Hungerstoffwechsel – der tritt bei MagersĂŒchtigen ein, Untergewichtigen kurz vorm Verhungern, nicht bei Übergewichtigen auf DiĂ€t), daher ist es nicht schlimm, mal weniger Kalorien zu sich zu nehmen als gedacht. Man muss drauf achten, alle NĂ€hrstoffe zu sich zu nehmen, das war’s. Deshalb ist die Ungenauigkeit auch gar kein Problem, solange man nicht so knapp kalkuliert, dass man bei einer Schwankung direkt wieder im KalorienĂŒberschuss ist.

    Ansonsten ist es eben eine Typfrage – manche Menschen kommen ĂŒber Jahre super mit KalorienzĂ€hlen zurĂŒck, anderen ist es zu lĂ€stig, wieder andere mĂŒssen aufpassen, dass sie nicht zu zwanghaft werden und eine Essstörung rutschen.

  2. Nria
    15. MĂ€rz 2022 / 13:54

    Hm … Kalorien zu zĂ€hlen ist doch nicht das Gegenteil von „auf NĂ€hrstoffe achten“? Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Daher ist das nun wirklich kein Gegenargument …
    Und es hat sicherlich keine „absolut negativen Auswirkungen auf den Stoffwechsel“, wenn man mal 150 kcal zu wenig isst 😉 Es schwankt ja sowieso alles; das eine Produkt hat etwas mehr Kalorien als angegeben, das andere etwas weniger und im Mittel gleicht es sich halt aus. Wenn man selbst ein statistischer Ausreißer beim Verbrauch ist, wird man das auf Dauer merken und kann dann entsprechend anpassen.
    Man sollte sich einfach nicht panisch machen lassen von absoluten Zahlen, die eigentlich nur ein Mittelwert sind, und gut darauf achten, dass man nicht in Extreme verfĂ€llt. Manche Leute lernen auf Dauer zu schĂ€tzen (fĂŒr mich funktioniert das prima, wobei ich auch kein Vielesser bin), andere kriegen es nie hin und schaffen es auch auf Dauer nicht, intuitiv zu essen. FĂŒr manche ist KalorienzĂ€hlen daher das einzige, das funktioniert (und man sollte das dann auch nicht verdammen), fĂŒr andere ist es riskant, weil sie sich zu sehr darauf fokussieren. Ich halte es fĂŒr sinnvoll, das mal auszuprobieren, um ein GefĂŒhl fĂŒr die Energiedichte (und Menge!) von Lebensmitteln zu bekommen, aber man sollte sich beobachten, ob es einem damit gut geht.

  3. Beauty Mango
    30. Juli 2015 / 16:07

    Anfang des Jahres habe ich mit Lifesum Kalorien gezĂ€hlt um wie du schon sagst, einfach mal zu sehen, wie viel ich eigentlich esse. Eine Zeit lang habe ich dann mein essen immer eingeben, aber auf Dauer ist das iwie nicht so toll, wenn man stĂ€ndig sein Essen wiegt etc. Mittlerweile weiß ich wie viel ich ungefĂ€hr essen kann und nehme auch so ab. 🙂 Bis ich mein Ziel erreicht habe, dass dauert allerdings noch ein Weilchen xD

  4. Cream Blub
    29. Juli 2015 / 8:43

    Wie du schon sagst: Es ist wichtig, sich mit seiner ErnĂ€hrung auseinander zu setzen. Mir geht es nicht darum, wie viele Kalorien ein StĂŒck irgendwas hat, sondern kategorisiere mein Essen mehr in "Gut, geht immer" und "Sollte nicht zu oft gegessen werden". Aber gerade anfangs ist es wichtig, dass man weiß, welche Lebensmittel vielleicht doch kalorienreicher sind, als man vermutet!

  5. 29. Juli 2015 / 7:42

    Ich habe vor einiger Zeit mal eine 1200 kal DiĂ€t gemacht. Da war ich auch erstmal geschockt, wieviel ich eigentlich immer zu mir genommen habe. Und dass ich auch mit 1200 kal satt werden konnte. Mit hat das KalorienzĂ€hlen demnach sehr geholfen. Seitdem halte ich es wie Du: ab und zu benutze ich Lifesum, um zu kontrollieren, wieviel ich zu mir nehme, aber auch Dauer halte ich das nicht durch. Man bekommt ja auch eigentlich ein ganz gutes GespĂŒr dafĂŒr, wieviel man wovon essen sollte. Und dass SĂŒssigkeiten in Massen einem den ganzen Tagesplan verderben können, ist ja auch irgendwie logisch. Ich ĂŒberlege mir meistens zweimal, ob ich jetzt wirklich die Reihe Schokolade noch essen soll oder lieber etwas, was mich dann auch wirklich satt macht und gesĂŒnder ist.

  6. Lena Schnittker
    29. Juli 2015 / 6:42

    Ich mache das seit zwei Monaten auch, weil endlich mal wieder ein paar Kilo (mehr) runter mĂŒssen. Sonst habe ich eine DiĂ€t/ ErnĂ€hrungsumstellung (bestenfalls) höchstens 3 Wochen durchgehalten. Dann habe ich wieder normal gegessen und die Kilos kamen natĂŒrlich langsam wieder. Nun habe ich mir eine App geholt. Ich finde das sehr hilfreich, dass man schwarz auf weiß sieht, wann man Stopp machen sollte fĂŒr den Tag. Und ich freue mich, wenn ich z.B. nur 85% verbraucht habe. Und wie du schon sagst, wird man nochmal erinnert, wie viel Kalorien alleine in ein paar StĂŒckchen Schokolade etc. stecken. Inzwischen habe ich in den ca. 8 Wochen 8kg verloren und will weiter am Ball bleiben. lg

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