Ich sag’s dir ehrlich:
Ich stand neulich morgens im Bad. Fünf Minuten. Wollte nur mal kurz allein sein.
Klingt schon wie ein Witz, oder?
Ich mach die Tür zu. Atme. Einmal.
Und in genau dem Moment höre ich es durch die Tür schallen:
„MAMAAAAAA! Mamaaaa? Wo bist du? Mama, komm mal GANZ SCHNELL!“
Und ich denk mir:
Ich bin seit exakt 12 Sekunden weg. Was kann in dieser Zeit so eskalieren?
Und trotzdem:

Mein Herz schießt hoch.
Mein Nacken wird hart.
Mein Körper geht in Alarm, noch bevor ich überhaupt weiß, was da draußen überhaupt passiert ist.
Und das, meine Liebe, ist diese Nummer, über die so gut wie niemand spricht:
Wir Mamas reagieren nicht über.
Wir reagieren neurologisch völlig verständlich.
Unser Nervensystem ist einfach dauerhaft im Overload.
Und das ist so krass, wenn man es einmal verstanden hat.
Denn ab diesem Punkt hörst du endlich auf, dich schlecht zu fühlen und kannst endlich etwas daran ändern.
Lass mich dir heute ganz genau erklären,
warum dein Nervensystem als Mama komplett anders tickt,
warum du dauernd gereizt bist, obwohl du es nicht willst,
warum du abends nicht runterkommst, obwohl du todmüde bist,
warum du ständig das Gefühl hast, „funktionieren zu müssen“
und wie du dein Nervensystem beruhigen kannst, wirklich, ohne Hokuspokus.
Ich verspreche dir:
Nach diesem Artikel siehst du deinen Körper mit komplett neuen Augen.
Wenn du gerade das Gefühl hast, dass alles irgendwie wackelt und deine Pläne ständig zerbröseln, lies unbedingt meinen Beitrag Wenn Pläne zerbrechen: Regulation im Mama-Alltag zwischen Hoffnung und Rückschlägen: der holt dich genau da ab, wo es richtig weh tut und zeigt dir, wie du trotzdem in deiner Mitte bleibst.
Wie dein Nervensystem als Mama wirklich funktioniert und warum du dich ständig wie ein Stresskörper fühlst
Okay.
Stell dir vor, dein Alltag ist ein riesiges Orchester.
Nur dass alle Instrumente gleichzeitig spielen, keiner auf den anderen wartet,
und irgendwo hinten eine Triangel ununterbrochen klingelt: „Mama? Mama?? Mamaaaaa?“
Kein Wunder, dass dein Nervensystem nach drei Jahren Daueralarm aussieht wie ein umgewälztes Baustellenkabel.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:
Fight, Flight, Freeze, Fawn, dein Nervensystem im Mama-Alltag
Fight: der „ich raste jetzt gleich aus“-Modus
Das ist der Moment, in dem du eigentlich nur ruhig sein willst.
Du willst nicht schreien. Du willst nicht genervt sein.
Aber dein System hat einfach beschlossen:
„Wir sind in Gefahr. Wir brauchen Lautstärke.“
Beispiel:
Du kochst, das Baby quengelt, der Große will was trinken, das Handy klingelt und irgendwo brüllt jemand „Ich hab Ausversehen Saft verschüttet!!“
Zack.
Fight.
Und du denkst dir:
Wie nervig. Warum bin ich so?
Weil dein Körper dich beschützen will. Punkt.
Flight: der Fluchtreflex
Und nein, du willst nicht wirklich abhauen.
Aber du willst flüchten in:
Handy.
Schokolade.
Bad.
To-do-Listen.
Den Wunsch, einfach nur kurz NICHT gebraucht zu werden.
Das ist kein Charakterproblem.
Das ist Biologie.
Freeze: der „ich kann nicht mehr“-Modus
Dieses starre Gefühl.
Du sitzt da.
Du weißt, was zu tun wäre.
Aber du bist einfach… blockiert.
Du fühlst dich wie eingefroren.
Und innerlich denkst du:
Bitte nicht noch eine Nachfrage. Bitte nicht noch jemand, der was will.
Fawn: der „ich sag Ja, obwohl ich Nein meine“-Modus
Der Klassiker.
Du willst Nein sagen.
Du weißt, dass Nein richtig wäre.
Und trotzdem hörst du dich sagen:
„Ja klar, ich mach das.“
Warum?
Weil dein Nervensystem Sicherheit will. Harmonie. Weniger Konflikt.
Nichts davon ist Schwäche.
Nichts davon ist falsch.
Alles davon ist ein Nervensystem, das überlastet ist.
Falls du immer noch drauf wartest ‚perfekt bereit‘ zu sein, dann lies unbedingt Mut zur Veränderung – warum du nicht perfekt sein musst, um loszugehen. Das öffnet dir einmal komplett den Kopf und nimmt dir diesen Druck, der dich so festhält.
Die wirklichen Stressreaktionen im Körper
Ich erklär’s dir mal richtig simpel.
Cortisol
Das ist dein Alarmhormon.
Und wenn du Mama bist, ist es gefühlt dauerhaft auf mittlerer bis hoher Lautstärke an.
Übererregtes Nervensystem
Das ist dieses Gefühl von: „Ich kann nicht mehr, aber schlafen kann ich auch nicht.“
Herzrasen
Nicht weil du unfit bist.
Sondern weil dein Körper denkt, du müsstest gleich einen Tiger verjagen.
Gereiztheit
Nicht dein Charakter.
Ein System, das keine Kapazität mehr hat.
Energielöcher
Diese 15-Uhr-Todeszone.
Ich sag’s dir ehrlich: Da hilft nicht mal Kaffee 3 oder 4.
Schlafprobleme
Wenn dein Körper tagsüber immer auf Alarm ist:
warum sollte er nachts plötzlich runterfahren?

Die echten Pain Points und warum du dich nicht mehr dafür schämen solltest
Ich pack dir die ehrlichen Dinge auf den Tisch:
1. Überforderung – 24/7
Du bist nicht schwach.
Du bist überreizt.
2. Reizüberflutung
Stimmen, Geräusche, To-dos, Mental Load, hundert kleine Unterbrechungen.
Dein System kommt gar nicht mehr zur Ruhe.
3. Abendliches Overthinking
Du liegst im Bett, totmüde.
Körper sagt: „Schlaf“.
Gehirn sagt: „Okay, lass uns mal kurz ALLES analysieren, was heute schief ging.“
4. Dauer-Müdigkeit
Du wachst müde auf.
Du gehst müde ins Bett.
Und zwischendrin bist du… richtig, müde.
5. Gereiztheit
Dieses impulsive „Lass mich kurz mal atmen!!“
6. Innere Unruhe
Herz schneller. Atem flach. Gedanken chaotisch.
Und du fragst dich: „Warum bin ich so?“
7. Das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen
Du bist dauernd ON.
Weil du keine Wahl hast.
Es ist so krass, wie lange wir glauben, das sei „normal“.
Wenn du wissen willst, wie du deinem Stresskörper wieder Energie gibst, ohne dein Leben komplett umzukrempeln, dann schau dir Biohacking für Mütter an. Das sind kleine Dinge mit großer Wirkung: absoluter Game Changer.
Wie du dein Nervensystem beruhigst: alltagsnah, machbar und ohne Esoterik
Ich geb dir jetzt die Dinge, die wirklich funktionieren.
Nicht „setz dich einfach mal zehn Minuten in Ruhe hin“: als hätte je eine Mama zehn Minuten.
1. 30-Sekunden-Atemhack: absoluter Game Changer
Vier Sekunden ein.
Sechs Sekunden aus.
Drei Runden.
Klingt lächerlich einfach, aber ich schwöre, es macht was. Ich mach das auch zum Einschlafen.
2. Mini-Abendroutine
Drei Schritte, nicht mehr:
Licht dimmen.
Handy weg.
Tiefe Atmung + Wärme (Rotlicht, Gewichtsdecke, Wärmflasche).
3. Grenzen setzen
Ich weiß, unangenehm.
Aber jedes Nein ist eine Mini-Dosis Selbstregulation.
4. Nervensystem stärken durch Licht
Tageslicht am Morgen.
Ich nutze meine Lampe im Winter JE-DEN Tag.
Ohne Witz: Ohne mein Licht wäre ich ein wandelnder Stresskörper.
5. Ernährung für dein Nervensystem
Eiweiß.
Gute Fette.
Keine Achterbahn aus Zucker und Kaffee.
6. Aromatherapie / Öle
Ein Duft kann SO viel regulieren.
Und ja, das ist wissenschaftlich, aber ich erklär’s dir nicht wissenschaftlich.
Du riechst. Dein Körper macht „Ahhhh“.
Meine Must Have Produkte
Ich mach’s kurz und ehrlich:
Gewichtsdecke
Ich leg mich drunter und mein Körper so:
„Ach krass, wir dürfen entspannen.“ (LINK)
Rotlicht
Ich setz mich abends davor und mein Gehirn fährt runter wie ein alter Laptop.
So gemütlich. (LINK)
Magnesium
Aromatherapie / Lavendelöl
Wenn die Kinder 100 Mal „Mama“ gesagt haben:
Roll-on. Handgelenk. Atmen.
Magie. (LINK)
Vibrationsplatte
Ich stell mich morgens drauf und mein Körper wacht auf wie nach einem Espresso. (LINK)
Und wenn du wirklich raus willst aus diesem Dauer-Überlebensmodus, dann lies Der Mama-Reset: Wie du deinen Körper wieder auf Energie statt Überleben schaltest. Das erklärt dir Schritt für Schritt, wie du dein System wieder runterholst.
Q&A: die 5 Fragen, die mir JEDEN Tag gestellt werden
1. „Warum raste ich so schnell aus?“
Weil dein Nervensystem im Fight-Modus steckt.
Nicht, weil du eine schlechte Mama bist.
2. „Wieso fühle ich mich ständig überfordert?“
Weil du Dinge trägst, die eigentlich drei Erwachsene tragen müssten.
3. „Wie beruhige ich mein Nervensystem im Alltag?“
Atmung.
Licht.
Wärme.
Kurze Pausen ohne Handy.
Mehr brauchst du nicht.
4. „Was mache ich, wenn ich abends gar nicht runterkomme?“
Rotlicht + warme Dusche + lange Ausatmung.
Das ist die Kombi, die wirklich wirkt.
5. „Warum fühle ich mich wie ein Stresskörper, obwohl ich alles ‚richtig‘ mache?“
Weil dein Alltag ein Dauerfeuerwerk ist.
Du kannst nichts dafür.
Aber du kannst anfangen, dein System zu regulieren.
Fazit: Du bist nicht kaputt. Dein Nervensystem ist einfach überlastet.
Ich wünschte, wir hätten diese Infos früher bekommen.
Du bist nicht „zu sensibel“.
Nicht „genervt“.
Nicht „überfordert, weil du unfähig bist“.
Du bist eine Mama in einem Körper, der all das gleichzeitig tragen soll.
Und trotzdem weitermacht.
Ich sag’s dir ehrlich:
Wenn du anfängst, dein Nervensystem zu verstehen, wird alles leichter.
Nicht perfekt. Aber leichter.
Und das ist ein absoluter Game Changer.
Wenn du mehr davon willst:
Du schaffst das.
Aber bitte hör auf, gegen deinen Körper zu kämpfen.
Er braucht dich.
Und du brauchst ihn.





